Claudia Plaum: Von der Liebe für Sprache zur Kommunikation durch Hypnose

Veröffentlicht von
Im Auftrag von Claudia Plaum

Ein unglaublich angenehmer Duft steigt mir in die Nase, als ich zum ersten Mal die großen, hellen Räume von Claudia Plaums Hypnosepraxis in Helmbrechts betrete. Nein, kein Räucherstäbchenqualm, der einem die Sinne vernebelt. Ein leichter Geruch, der mich augenblicklich entspannt, so als wäre ich gerade in einem Wellnesscenter angekommen. Gierig sauge ich den frischen Wohlfühlgeruch auf, während mich meine lächelnde Gastgeberin in ihrem Reich willkommen heißt.

Die lichtdurchflutete Hypnosepraxis ist minimalistisch eingerichtet. Ablenkenden Schnick Schnack sucht man hier vergebens. Ein paar farbige Stühle aus Holz zieren den Seminarraum, den wir jetzt betreten. Decken und Isomatten liegen zur Nutzung bereit. In einem Regal kann man ein paar Bücher entdecken. Außerdem ist es so schön sauber hier. So sauber, dass ich mich sofort auf den Boden legen will, um alles von mir zu strecken. Einfach loszulassen. Und wir sind noch nicht mal im Behandlungszimmer angekommen.

Als wir uns in der kleinen Teeküche des Seminarraums am Stehtisch einfinden, entdecke ich zwei großen Gemälde an den Wänden. „Die sind von dem regionalen Künstler, David Kampfmeier“, erklärt die 54-Jährige, die meinem Blick gefolgt ist. „Er beschäftigt sich mit ART BRUT – das ist eine durch Freiheit und Unbeeinflussbarkeit geprägte Kunstrichtung, die nicht durch Schönheit gefallen will“, sagt sie und ergänzt, dass sie die Einfachheit möge, die sich auch in meinen Augen perfekt ins Gesamtbild der Praxis einfügt. Ein großes Gemälde stellt eine Hand dar, die das Victory-Zeichen formt. „An meinem Geburtstag durfte ich in Kampfmeiers Atelier in Schwarzenbach stöbern und habe mir das ausgesucht, weil es für mich so etwas wie  „Du schaffst das“ ausdrückt“, erinnert sie sich mit ein wenig Stolz in der Stimme.

„Eigentlich wollte ich mal Professorin werden“ (Claudia Plaum, Hypnocoach)

Du schaffst das. Lauscht man Claudia Plaums Geschichte, ahnt man, dass sich die psychologische Lebensberaterin diesen Satz schon unzählige Male selbst sagen musste. Denn meine Gastgeberin hat eine enorme Lebenserfahrung gesammelt, die von Ehrgeiz, Wissbegierigkeit und einem bewundernswert gelassenen Umgang mit Brüchen zeugt. Beste Voraussetzungen eigentlich, um Menschen auf ihrem persönlichen Weg zu begleiten. Und trotzdem fragt man sich bei den ersten Meilensteinen ihrer beruflichen Laufbahn erst einmal, wie sie beim Hypnocoaching gelandet ist.

Hell, klar und gemütlich: Das Behandlungszimmer

Familienjahre

„Eigentlich wollte ich mal Professorin werden“, schmunzelt Claudia. Gleich zwei Diplome hat sie im Bereich Maschinenbau mit Bestnote abgeschlossen. Damals noch als eine von fünf Frauen unter 220 Männern. „Doch wie das Leben manchmal spielt, habe ich in München dann meinen Mann kennengelernt und bin ihm beruflich gefolgt“, erklärt sie. „Wir haben dann Kinder bekommen und auf einem Aussiedlerhof in der Nähe der Kaserne in Pfullendorf gelebt. Da war man als Mutter schon auf sich gestellt. Mein Sohn war der Erste, der mit Windeln in einen Kindergarten durfte. Das gab es damals noch nicht.“

Fast automatisch suche ich bei dieser Geschichte nach Reue oder Bedauern in Claudias Gesicht. So viel Potential für eine steile Karriere steckte schon in jungen Jahren in dieser Frau. Und doch entschied sie sich dafür, ihre Energie erst einmal in unbezahlte Fürsorgearbeit zu stecken. Allerdings entdecke ich keinerlei Bitterkeit in ihr, ganz im Gegenteil. Wenn die Lebensberaterin von ihrer Familie spricht, beginnt sie ganz weich zu lächeln. Die zweifache Mutter hat die Herausforderungen dieser Lebensphase offensichtlich gerne angenommen und konnte schließlich auch genießen, ihre Kinder heranwachsen zu sehen.

Stellt sich den Herausforderungen des Lebens: Hypnocoach und Zweifachmutter Claudia Plaum

Immer in Bewegung

Als ihre Kinder älter werden beginnt die ehrgeizige Frau dennoch allmählich nach außerfamiliären Projekten zu suchen. Zunächst bietet sie technische Übersetzungen an. „Auf kleiner Flamme, nebenberuflich“, sagt sie. Als Selbständige fertigt sie Betriebsanleitungen, Technische Dokumentation oder Pressetexte, wie Fachartikel und Interviews. Drängender wird ihr Wunsch nach Selbstverwirklichung anscheinend, als sie dann mit der Familie ins eigene Haus in Schwarzenbach an der Saale zieht. Sie möchte dazulernen.  Sich weiterentwickeln. Etwas weitergeben. „Ich wollte einfach immer etwas bewegen“, erklärt Claudia. Ich denke an ihr Logo, das Kugelpendel, das – einmal angestoßen – fortlaufend den Impuls fortsetzt. Doch bis sie die Tätigkeit entdeckt, die ihr genau dieses Anstoßen von dynamischen Prozessen ermöglicht, soll es noch einige freud- als auch leidvolle Erfahrungen in ihrem Leben geben.

Kommunikation mit der Außenwelt

Claudia engagiert sich all die Jahre gesellschaftlich. 2006 erfindet die sprachbegabte Frau das „Komm mit!“ – Magazin, ein interkommunales Mitteilungsblatt für das nördliche Fichtelgebirge, das sie auch heute noch herausbringt. Weiterhin gibt sie Nachhilfe in Englisch. Später lässt sie sich zur Kommunikationstrainerin ausbilden. Ebenfalls bis heute bietet sie verschiedene Redetrainings in den Bereichen Smalltalk, freies Vortragen oder allgemeine Gesprächsführung an.

Komm mit! Magazin, Einkaufsverführer und Gastronomieverführer für das nördliche Fichtelgebirge (Redaktion: Claudia Plaum)

Vor sieben Jahren erfüllt sie sich dann einen persönlichen Wunsch. Sie lässt sich für das Amt der Bürgermeisterin von Schwarzenbach aufstellen. „Das war tatsächlich mein Traum. Ich sehe so gerne etwas wachsen“, schwärmt sie. Was folgt ist ein harter Wahlkampf bestehend aus tausenden Hausbesuchen und unzähligen geschüttelten Händen. Die investierte Leidenschaft reicht zwar nur für den zweiten Platz, wenn sie auch zu einem sensationellen Ergebnis von knapp 42 Prozent führt. „Ich war wirklich stolz“, sagt sie dazu. Und ich bin es als Frau gleich mit.

Konfrontation mit dem Unterbewusstsein

Doch ganz ohne Zweifel kommt auch der stärkste Mensch nicht aus.  Auch Claudia hinterfragt sich. Fragt sich, warum Aufwand und Ertrag in ihrem Leben manchmal in einem Missverhältnis zu stehen scheinen. Fragt sich, ob sie genug ist. Fragt sich, was sie wirklich will.  Und wo sie mit ihrer Leidenschaft für Sprache noch etwas bewegen kann. Dann wird ihre Familie von einem Schicksalsschlag ereilt, der ihr Antworten liefern wird.

„Als mein Sohn 18 Jahre alt war, hatte er einen schweren Autounfall und war danach eine Zeit lang halbseitig gelähmt“, berichtet die Mutter. An ihrer knappen Ausführung meine ich herauszuhören, dass sie in dieser Zeit vor allem einfach funktionierte. „Klar war da für uns alle erst einmal die Bremse drin, aber eigentlich ging es dann schon wieder bergauf“, fährt sie fort. Der Sohn kann sich zunächst wieder bewegen, scheint sich zu erholen. Doch als sie eines Tages vom Urlaub zurückkommt, ist die Lähmung plötzlich zurück. Und Claudia wird unverhofft mit dem Thema „posttraumatische Belastungsstörung“ konfrontiert. „Das kannte ich damals ja nur von Kriegsdokus“, erzählt sie mir. „Ab da wollte ich genauer wissen, was hinter so einer Krankheit steckt, die anscheinend unterschätzt wird. Ich wollte wissen, was das mit einem Gehirn macht, was da passiert.“

Ein Telefon-Marathon, den jeder kennt, der schon einmal psychotherapeutische Hilfe gebraucht hätte, geht los und nur Claudias Durchhaltevermögen führt glücklicherweise dazu, dass ihr Sohn verhältnismäßig schnell Unterstützung erhält. Doch die Mutter denkt an die vielen anderen Hilfsbedürftigen. „Ich dachte mir: Mein Gott, wieviele Leute stehen denn da in Warteschlangen? Und gibt es da nicht Maßnahmen, die man in der Zwischenzeit schon mal ergreifen kann?“ Claudia Plaum recherchiert viel und beginnt, sich brennend dafür zu interessieren, wie man mit einem Unterbewusstsein kommunizieren kann, in dem so viel verborgen zu liegen scheint. „Nicht, weil ich an meinem Sohn herumdoktoren wollte. Ich wollte es einfach verstehen“, stellt sie klar. Ihre Leidenschaft für Sprache kommt an einer völlig neuen Stelle zum Vorschein.

Kommunikation mit dem Inneren

So kommt es, dass Claudia ihr Sprachinteresse fortan in einem neuen Bereich ausrichtet. Über verschiedene Bildungsangebote eignet sie sich nach und nach „ein neues Werkzeug der Kommunikation“ an, wie sie es nennt. Zuerst absolviert sie eine Ausbildung zur psychologischen Beraterin an der Heilpraktikerschule in Bayreuth. Dann ergänzt sie ihr Wissen im Bereich Gesprächsführung nach Rogers in Kassel. Anschließend durchläuft sie die Ausbildung zum Hypnocoach in Berlin und Bayreuth. Im Januar diesen Jahres eröffnet sie dann endlich ihre eigene Praxis. Der Unfall war ein Anstoß, der ihr inneres Kugelpendel bis heute in Bewegung hält.

Langsam zeigt sich mir: Die einzige Richtung, die diese Frau kennt, ist vorwärts. Vor allem, wenn es darum geht, sich unterstützend einzubringen. Und das kann sie nun auch endlich in den verschiedensten Bereichen tun. „Bei vielen Problemen blockiert das Unterbewußtsein mit seinen Glaubenssätzen und Erfahrungen unsere Handlungen. Mit Hypnose komme ich da sehr gut ran!“, erklärt sie mir. Rauchentwöhnung, Veränderung von ungesundem Essverhalten, Neuorientierung, Entspannung sowie die Überwindung von unnatürlichen Ängsten, wie Prüfungs- oder Redeangst sind deshalb einige ihrer vielfältigen Angebote. Nur eine Grenze muss sie ziehen: „Sobald es pathologisch wird, bin ich raus. Ich darf keine Krankheiten therapieren und niemanden, der bereits Psychopharmaka nimmt.“

Wird meist von Kindern als Lieblingsplatz ausgewählt: Die weiße, bequeme Behandlungsliege

Spannend findet sie an einem Coaching mit Hilfe von Hypnose vor allem eines: „Man findet auf diese Art viel besser heraus, was jemand wirklich will.“ So liege unter dem Streben nach Materiellem zum Beispiel häufig der Wunsch nach Freiheit verborgen. Unkontrolliertes Essen könne manchmal ein Zeichen dafür sein, dass man als Kind zu wenig von dem bekam, was man brauchte. Der Zugang zu den vielfältigen Lösungen sei bei privaten als auch beruflichen Problemen in der Entspannung wesentlich leichter. Für mich ergibt das vollkommen Sinn, denn das kennt man ja: Wer im verbissenen Zustand nach kreativen Lösungen sucht, beißt sich am Ende höchstens die Zähne aus.

Aber nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder ab 10 Jahren behandelt Claudia bisweilen erfolgreich mit Hypnose. Manchmal ginge das auch gut mit Traum- oder Phantasiereisen. „Das ist etwas, das mir besonders am Herzen liegt“, sagt sie. Gerade wenn es um schulische Probleme geht, möchte sie den Jüngeren dabei helfen, mit dem immensen Druck umzugehen, der bisweilen auf deren Schultern laste. Besonders in der Phase von Übertritten. Darüber, dass es ein großes Vertrauen braucht, um sich oder sein Kind in ihre Hände zu begeben, ist sie sich dabei absolut bewusst. „Deshalb gibt es zunächst auch immer ein Erstgespräch, eine Anamnese“, erklärt sie. So könne man sich erst einmal kennenlernen. Sie könne den persönlichen Stand der Klienten in Erfahrung bringen, während diese herausfänden, wie sie sich bei ihr fühlten. „Oder wie sie beispielsweise meine Stimme finden, so etwas ist ja auch wichtig“, sagt die Beraterin.

Entspannung lernen in Helmbrechts

Claudia Plaum wirkt endlich angekommen. Bei einer dankbaren Aufgabe. „Was für ein Happy End!“, denke ich mir, als ich nach meinem Besuch nach Hause fahre. Völlig relaxed übrigens, denn auch ich bin nach dem Interview in den Genuss einer Entspannungshypnose gekommen, die mich auch in den darauffolgenden Tagen noch zum Staunen bringen sollte. Denn Claudia hat es nicht nur geschafft, mich innerhalb von Sekunden aus meinem Arbeitsmodus herauszuholen, sondern sie hat auch noch ganz nebenbei meine verspannungsbedingten Kiefer-/ Zahnschmerzen gelöst, die ich in den zwei Wochen zuvor mit einer täglichen Überdosis an Schmerzmitteln behandeln musste. Mit ihrer festen, fürsorglichen Stimme und einem klug gewählten Nebensatz hat sie mir damit einen riesigen Gefallen getan. Und das, obwohl wir gar keine konkrete Problemstellung formuliert hatten. Aber das ist wieder eine andere Geschichte. Fragt mich gerne persönlich danach, schaut in meiner Instagram-Story vorbei, oder besser: Tut Euch etwas Gutes und besucht die Hypnosepraxis einmal selbst!

 

Ihr möchtet mehr über die Behandlungsangebote der Hypnocoachpraxis erfahren?

Dipl.-Ing. Claudia Plaum
Luitpoldstrasse 1 (Eingang in der Pressecker Str.)
95233 Helmbrechts
www.hypnocoachclaudiaplaum.de
Tel.: 0 92 52 /35 88 100
Mail: Coachplaum@gmx.de

 

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.